-Extremistenführer befiehlt einen Stopp der Angriffe.
-Aufzählung USA besorgt über Waffenstillstand.
Peshawar/Washington. Pakistans neue Regierung hat einen Entwurf für ein Friedensabkommen mit den Taliban in der umkämpften Grenzregion zu Afghanistan ausgearbeitet. Der Chef der pakistanischen Taliban-Bewegung Baitullah Mehsud befahl daraufhin seinen Anhängern einen sofortigen Stopp aller Angriffe. Zuwiderhandelnde würden öffentlich bestraft.
Die Verhandlungen mit den Taliban in Pakistan gingen schnell voran, sagte ein ranghoher pakistanischer Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur AFP. “Der Vertragsentwurf enthält Bestimmungen, nach denen beide Seiten nicht gewaltsam gegeneinander vorgehen”, sagte der Mann, der anonym bleiben wollte. Zudem werde das Militär aus einigen Regionen abgezogen.
Im Gegenzug sehe das Abkommen vor, dass die islamistischen Aufständischen die Sicherheitskräfte nicht mehr angreifen. Mit dem Abkommen will die Regierung eine monatelange Welle von Selbstmordanschlägen stoppen.
Die USA äußerten sich besorgt über ein mögliches Friedensabkommen. Pakistan müsse seinen Kampf gegen Terroristen fortführen und dürfe seine militärischen Einsätze in der Region nicht unterbrechen, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino. “Wir glauben nicht, dass das (Friedensabkommen) funktioniert.”
Gleichzeitig einigten sich Pakistan und Afghanistan auf einen Neuanfang in ihren bilateralen Beziehungen und eine verstärkte Zusammenarbeit beim Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Dies teilten beide Länder in einer Erklärung mit. Zuvor hatte der afghanische Außenminister Rangin Dadfa Spanta einen zweitägigen Besuch in Pakistan beendet.
Mehr als 1000 Terroropfer seit 2007
Über 1000 Menschen waren seit Beginn 2007 bei Selbstmordanschlägen in Pakistan ums Leben gekommen – darunter auch die frühere Regierungschefin und Oppositionsführerin Benazir Bhutto. Pakistans neue Regierung hatte deshalb kurz nach ihrem Amtsantritt im Anfang April Gespräche mit den islamistischen Aufständischen aufgenommen.
