Die Regierung in Iran versucht sich mit neuen Energieverträgen vor drohenden Sanktionen zu schützen. Dazu hat das Mullah-Regime neue Partner in China, Indien und Pakistan gefunden, die sich wegen ihres Energiehungers über vor allem von den USA vorgebrachten Forderungen hinweg setzen, die Perser wirtschaftlich zu isolieren. Russland will die Kooperation mit Teheran möglicherweise sogar zur Schaffung eines Gas-Kartells nutzen.
BERLIN/MOSKAU. International wirksame Sanktionen gegen Irans Atomprogramm müssen vom Uno-Sicherheitsrat beschlossen werden, aber dort haben China und Russland ein Veto-Recht. Europäische Diplomaten in Teheran warnen bereits vor weitreichenden Folgen der intensiven Zusammenarbeit des vom Kreml kontrollierten Gaskonzerns Gazprom und Irans Staatsölförderer NIOC: „Am Ende wird uns Gazprom iranisches Erdgas verkaufen, weil europäische Konzerne sich nicht mehr in Iran engagieren“, sagte ein hochrangiger europäischer Diplomat dem Handelsblatt in Teheran. Dabei sei es eigentlich das „Interesse Irans, mit europäischen Unternehmen zusammenzuarbeiten und weniger mit Gazprom“. Russland und Iran sind die beiden Länder mit den größten Erdgasvorkommen weltweit.
