Mai 1, 2008...12:48

Israel lehnt erneut Waffenstillstand ab

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Der israelisch-zionistische Kriegsminister Ehud Barak betonte, dass das zionistische Regime weiter gegen die Hamas und andere palästinensische Widerstandsbewegungen vorgehen wird und lehnte erneut einen Waffenstillstand unter den gegebenen Umständen ab.

Erwähnenswert ist, dass die zionistischen Verantwortungsträger den ägyptischen Vorschlag für einen Waffenstillstand ablehnten und somit erneut ihre fehlende Überzeugung für die Schaffung von Ruhe und die Suche nach Lösungswegen, die zur Abschwächung der Krise in Palästina führen, demonstriert haben. Trotzdem haben die palästinensischen Gruppen um ihren guten Willen zu zeigen, einem Waffenstillstand zugestimmt, der die israelischen Verbrechen beendet und die Blockade des Gazastreifens aufhebt. Auf Grund dessen wollen die palästinensischen Gruppen der Aufforderung der ägyptischen Verantwortlichen nachkommen, in Kairo an der Sitzung über den ägyptischen Vorschlag für einen Waffenstillstand zwischen Palästinensern und Israelis teilzunehmen. In der Zwischenzeit forderte das zionistische Regime, das selbst einen Waffenstillstand ablehnt, von den Palästinensern, die Intifada zu beenden und den Widerstand aufzugeben und sich den Wünschen dieses Regimes zu beugen. Gleichzeitig mit der Fortsetzung der zionistischen Verschwörungen gegenüber den Palästinensern verlangen einige Verantwortliche der Palästinensischen Autonomiebehörde, die unter israelischem Einfluss stehen, die Entwaffnung der palästinensischen Widerstandsgruppen.

Der von Mahmud Abbas ernannte Ministerpräsident Salam Fayyad sieht sich deshalb nun der Reaktion der palästinensischen Widerstandsgruppen, u.a.Hamas und Dschihad gegenüber, die die Fortsetzung des Widerstandes und die Beibehaltung ihrer Bewaffnung zur Entgegnung der zionistischen Angriffe fordern. In dieser Situation, in der das zionistische Regime den Kampf gegen die Palästinenser betont, und eine Waffenstillstand ablehnt, hat Israel somit wohl alle Lösungswege für die Krise in Palästina in eine Sackgasse geführt und der Widerstand ist die einzige Möglichkeit die Menschen in Palästina vor dem zionistischen Regime zu schützen und an die palästinensischen Ziele zu gelangen. Unter diesen Umständen ist jegliche Maßnahme die den palästinensischen Zielen entgegensteht und den Widerstand der Palästinenser beenden will ein Verrat an den palästinensischen Idealen, die großen Protest bei ihnen auslösen wird. Die Reaktion der palästinensischen Widerstandsgruppen auf die Forderungen von Salam Fayyad sind in diesem Sinne zu beurteilen.

Quelle: IRIB

3 Comments

  • Shalom,

    Was meinst du eigentlich so zum der Argumentation der “Zionisten” die Hamas würde den Waffenstillstand lediglich zum Aufrüsten nutzen? Macht für mich nämlich durchaus Sinn … Aber vllt. hab ich da ja nur einfach was verpasst, wodurch Israel vor einer noch größeren Angriffsflut von Qassam- und Katjusha-Raten nach Ablauf des Waffenstillstandabkommens geschützt würde …

    - Migdalit

  • Salam,

    Die Argumentation wäre nur dann standhaft wenn die israelische Regierung zusätzlich zu ihrem Ablehnungsgrund auch die passenden Beweise liefern würde. Diese sind aber wie erwartet ausgeblieben.

    Es ist wohl eher so das die USraelischen Kräfte sich nicht damit anfreunden können, dass dieses ernstzunehmende Angebot zu einer Friedensinitiave diesmal nicht wie sonst auch, aus Washington und Tel Aviv initiiert wird.

    Der Besuch Carters und die darauf folgenden Zugeständnisse der Hamas die Grenzen von ´67 anzuerkennen, einen Waffenstillstandstand zu schließen ( dem sich auch die anderen militanten Gruppen anschließen wollen) um somit eine solide Grundlage für Verhandlungen zu schaffen, deuten auf keinerlei Desinformation seitens der Hamas und Co. hin. Stattdessen unterstreichen sie deutlich die Bereitschaft an einer friedlichen Lösung.

    Das dumme ist nur: Die amerikanische Israel-Lobby durfte hier leider nicht seine Interessen miteinbringen, als da wären: Palästina darf kein eigenes Militär besitzen, Zugeständnisse an Landanspruch sind tabu, Rückkehrmöglich für Flüchtlinge ausgeschlossen. Tolles Land!

    Israel verdeutlicht durch seine Haltung einmal um so mehr, dass es an ein unäbhängiges, sich selbst bestimmendes Palästina kein Interesse hat.

    Da kann Ägypten kommen, da kann die komplette islamische Welt Israel anerkennen, da können sogar die jüdischen Siedler anfangen die Hamas zu wählen, ändern tut sich nichts.
    Falls die USraelis denn überhaupt mal an einen Staat denken, dann einen der nichts von einem Staate hat.

    schalom alejchem

  • Shalom,

    Beweise wofür genau? Dafür was in Gaza passiert ist, nachdem die Israelischen Truppen sich einseitig (!) zurückgezogen haben um ihren guten Willen zu zeigen? Da braucht man nur einmal einen Tag in Sderot zu verbringen dann fallen sie einem auf den Deckel.

    Und wo sind die Beweise dafür, dass die Palästinenser (=die politische Führungsschicht selbiger) es ernst meinen mit dem Frieden und es sich nicht in zwei Monaten wieder anders überlegt haben?

    Davon ab: Wären die USA so sehr auf Israels Seite, dann könnte Israel das Risiko eingehen den Palästinensern zu vertrauen wenn sie von Frieden sprechen. Nur leider brauchen die USA Israel (und Palästina) viel zu sehr als Ablenkungsmanöver von ihren internen Problemen um ernsthaft an einem Frieden in Nahost interessiert zu sein. Ich bezweifle dass die USA etwas tun würden, wenn Tel Aviv in Flammen stünde. Und auch nicht wenn Jerusalem / al-quds brennen würde …

    Ich will das, was da in der Knesset sitzt, ja nicht in Schutz nehmen: Das ist ein korrupter, teilweise vollkommen unfähiger Haufen, dass die Hamas dagegen wahrscheinlich ganzschön menschenfreundlich ist (obwohl sie ja bekanntlich ihre “Freinde” in Gaza ganz gerne zum Trocknen aufhängen). Nur ganz so einfach dass Israel ja nur mit dem Finger zu schnippen bräuchte damit nie wieder eine Qassam fliegt und die IAF sich auf’s Kunstfliegen verlegen kann, ist es leider nicht :-(

    Die Hamas hat sich ja zum Beispiel bekanntlich die Auslöschung des Staates Israel auf die Fahnen geschrieben und bei der andauernden Instabilität auch der Regierung in der “Westbank” ist zu befürchte dass selbst ein mit der Fatah ausgehandelter Frieden nicht mehr sehr viel wert wäre, wenn dann auf einmal die Hamas die Herrschaft übernimmt (gewählt oder nicht gewählt). Und dann hätte Palästina alles gewonnen (bis auf Frieden)… und Israel alles verloren (und so ziemlich alle größeren israelischen Städte wären in Qassam-Reichweite). Ich persönlich würde das Risiko nicht eingehen wollen …

    as-salam alaykum

    P.S.: Mal was anderes, weil mich deine Meinung dazu interessieren würde: Was würdest du dazu sagen wenn die israelischen “Siedler” in Palästina blieben aber ganz normale palästinensische Staatsbürger unter ganz normalen völkerrechtlichem Minderheitenschutz würden? Und vice versa für die vielen in (1967-Grenzen-) Israel lebenden Araber/Palästinener (von denen die meisten ja ohnehin längst israelische Staatsbürger sind).

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