Die Stimme der Vernunft aus Israel rechnet mit der Lobby seiner eigenen Regierung in den USA ab.
Jerusalem: Es ist die Fähigkeit die sichtbaren Dinge zu sehen, die den Alten Mann ausmachen. Es ist die Normalität, diese schreiende Normalität, welche die Worte des alternativen Friedensnobelpreisträgers Uri Avnery so vernichtend machen, warum seine Feder unter die Schleimer fährt wie die Sense unter das Korn.
Es ist dieses völlige Fehlen von Angst eines Mannes der schon so viel gesehen hat – als Guerilla der zionistischen Irgun, als Parlamentarier in der Knesset, als Autor, in Attentaten auf sein Leben, als Friedensaktivist von Gush Shalom seit 1993 – was seine Stimme zu eine der ganz, ganz wenigen aus Israel macht, deren Säkularität, deren unerbittliche Bekenntnis zum Primat der Politik über den Staat über jeden weltlichen Anspruch der Religion hinaus, nie geschwankt, nie gezittert und nicht ein einziges Mal nachgegeben hat.
Das normale Betrachten eines Irrsinns der eigenen Zeit ist eine der schwierigsten und gefährlichsten Unterfangen überhaupt. Man kann es sich eigentlich nur leisten, wenn man nichts mehr erwartet >>>Weiterlesen
