TEHERAN, 26. Juni (RIA Novosti). Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat dem Westen vorgeworfen, dem internationalen Drogenhandel Vorschub zu leisten.
“Einige Mächte versuchen, ganze Generationen von Menschen auszutilgen, denn der Mensch, der Drogen konsumiert, kennt keine menschlichen Werte mehr und ist würdenlos”, sagte Ahmadinedschad am Donnerstag anläßlich des internationalen Anti-Drogen-Tages in Teheran. “Die Drogen sind gegenwärtig eine große Plage für die gesamte Menschheit. Aber internationale Ketten für Produktion, Verarbeitung und Verbreitung von Drogen werden von Weltmächten unterstützt.”
Als Beispiel führte Ahmadinedschad die Situation in Afghanistan an, wo die Drogenproduktion seit dem “Einmarsch von dutzendtausenden ausländischen Militärs um ein Mehrfaches gestiegen war”. Die internationale Gemeinschaft, so die UNO, solle aktiver gegen die illegale Verbreitung von Drogen kämpfen.
“Es ist an der Zeit, dass die sogenannten internationalen Drogenbekämpfer ihre Einstellung dazu ändern sowie ihre direkten und latenten Verbindungen zu Drogenhändlern abbrechen müssen. Das ist ein Ratschlag und eine Warnung zugleich”, sagte Ahmadinedschad.
Drogenhändler nutzen den Iran für den Transport ihrer Ware, die hauptsächlich in Afghanistan hergestellt wird. In den zurückliegenden 30 Jahren kamen bei bewaffneten Auseinandersetzungen mit den Drogenkurieren mehr als 3000 Angehörige der iranischen Sicherheitskräfte ums Leben.
Quelle: RIA
