Die Vermutungen, dass Aserbaidschan als drittes GUAM-Mitglied dem Nato-Bündnis beitreten wird, sind vergangene Woche konkreter geworden.
Die US-Botschafterin in Aserbaidschan Anne Derse gab auf der Konferenz „Integration Aserbaidschans in den euroatlantischen Raum und die demokratischen Wahlen“ in Baku ein schockierendes Statement ab: Bei den für Juli geplanten bilateralen Konsultationen sollen etliche Verteidigungsfragen erörtert werden, darunter auch die Frage des Nato-Beitritts Aserbaidschans.
Offiziell hat Baku bis jetzt zu dieser Erklärung keine Stellungnahme abgegeben. Aber alles spricht dafür, dass die aserbaidschanische Staatsführung einfach nicht zu solch einer Wende vorbereitet war. Dies wird auch von Aserbaidschans Nato-Botschafter Kjamil Chassijew bestätigt: „Wir entscheiden selbstständig, welcher Allianz wir beitreten und welcher nicht – und zwar unter Berücksichtigung unserer Interessen. Zur Zeit sind wir damit zufrieden, wie sich unsere Zusammenarbeit mit der Nato entwickelt.“
Die meisten Beobachter gehen bei der Auswertung des Statements der US-Botschafterin davon aus, dass es nicht zufällig gemacht worden ist . . . Weiterlesen
