Die kurz vor dem Abschluss stehenden Vertragsverhandlungen zwischen dem irakischen Ölministerium und vier westlichen Ölgesellschaften lassen Zweifel aufkommen an den wahren Beweggründen für die amerikanische Invasion und Okkupation des Irak – Zweifel, mit denen sich die Präsidentschaftskandidaten und die amerikanische Öffentlichkeit ernsthaft auseinandersetzen müssen und die auch im besetzten Irak diskutiert werden sollten, wo die Bevölkerung offenbar so gut wie keine Einflussnahme auf die Zukunft ihres Landes hat.
Für Exxon Mobil, Shell, BP und Total, den ehemaligen Partnern in der Irakischen Petroleum Gesellschaft, und einige kleinere Ölkonzerne, darunter Chevron, geht es jetzt darum, sich die Förderrechte wieder zu sichern, die man im Zuge der Verstaatlichung der irakischen Ölindustrie verloren hatte. Den Verträgen, die wohl von den Ölgesellschaften in Zusammenarbeit mit amerikanischen Regierungsbeamten aufgesetzt wurden, war keine Ausschreibung vorangegangen, und Angebote von über 40 anderen Ölgesellschaften unter anderem aus China, Indien und Russland wurden nicht berücksichtigt . . . Weiterlesen
